Berufsschulstufe

Die Berufsschulstufe erstreckt sich über einen Zeitraum von 3 Schuljahren. Alle Schüler*innen, die die Hauptstufe verlassen, werden in die Berufsschulstufe aufgenommen.

Der Schwerpunkt der Arbeit in der Berufsschulstufe liegt - allgemein betrachtet - in der Vorbereitung der jungen Erwachsenen auf das Leben nach der Schule. Konkret bedeutet dies, dass Wissensvermittlung nicht mehr im Vordergrund des Unterrichts steht, sondern dass bereits Gelerntes auf verschiedene Lebens- und Arbeitssituationen angewendet wird.

Dies erfordert eine Umgestaltung des Stundenplans und eine teilweise Auflösung des Klassen- und Stufenverbandes. An zwei Tagen der Woche finden sogenannte Arbeitsfelder statt. Die Arbeitsfelder sind im Einzelnen: Schulgarten, Hauswirtschaft, Schülercafé, Werken/Arbeit und Medien. An diesen Arbeitsfeldern nehmen auch die Schüler*innen der 9. Klasse - der letzten Klasse der Hauptstufe - zur Vorbereitung auf die Berufsschulstufe teil.

Der Schulgarten bietet ein praktisches und lebensnahes Arbeitsfeld, in dem die Jugendlichen fächerübergreifend differenzierte Lernerfahrungen angeboten werden. Individuelle Kompetenzen wie der verantwortungsvolle Umgang mit Pflanzen, Kräutern, Obst und Gemüse im jahreszeitlichen Rhythmus sowie der sachgerechte Umgang mit Arbeitsgeräten können gefestigt und erweitert werden.

Im Dienstleistungsbereich Hauswirtschaft wird die Schulwäsche von den Schüler*innen nach Waschtemperaturen sortiert, gewaschen, getrocknet, gebügelt und gefaltet.

Ein weiterer Dienstleistungsbereich ist das "Schülercafé", welches nicht nur eine Begegnungsstätte ist, sondern den Jugendlichen auch die Möglichkeit bietet, erlernte Fähigkeiten aus dem Bereich Hauswerk umzusetzen. Frische und gesunde Lebensmittel stehen hier im Mittelpunkt. Somit werden die Schüler*innen an das Thema "Gesunde Ernährung" herangeführt.

Im Werkunterricht wird die Bearbeitung von Holz oder Metall sowie die Material- und Werkzeugkunde erweitert und gefestigt. Die Schüler*innen üben den Umgang mit Handwerkzeugen und die Benutzung von elektrischen Maschinen (z.B. Dekupiersäge, Akku-Schrauber, Standbohrmaschine).

Seit dem Schuljahr 2015/16 wird an der Karl-Berberich-Schule das neue Arbeitsfeld „Medien“ angeboten. Die Schüler*innen arbeiten im Bereich Medien mit verschiedenen technischen Geräten wie Kompaktkameras, Bridgekameras, iPads oder Laptops. Sie nutzen diese zur Herstellung von Postkarten oder Flyern. Hierfür bearbeiten sie beispielsweise eigene Fotos mit einem Bildbearbeitungsprogramm. 

Das Thema Mobilität ist Inhalt des Unterrichts in der Berufsschulstufe. Außerdem werden Anlässe, wie beispielsweise Ausflüge, gezielt für ein Mobilitätstraining genutzt und die Schüler*innen sollen, wenn möglich, lernen ihren Schulweg selbstständig zu bewältigen.

Das Trainingswohnen ermöglicht den Jugendlichen Kompetenzen im Bereich selbständiges Wohnen zu entwickeln. Hierzu nutzt die Schule eine vom Landratsamt angemietete Wohnung. Dadurch haben die Schüler*innen die Möglichkeit sich in fremder Umgebung zurechtzufinden und alle anfallenden Tätigkeiten des Alltags und ihrer Freizeit zu bewältigen.