Freizeiterziehung

„Die Schüler werden angeregt, einen für sich selbst zufrieden stellenden Umgang mit Freizeit zu üben, zu planen und zu organisieren“ (Bildungsplan Schule für Geistigbehinderte, BW, 2009).

Mit steigender Mobilität und Selbstständigkeit der Schüler finden auch außerhalb der regulären Unterrichtszeit Freizeitaktivitäten statt.
Zu Beginn des Schuljahres bildet sich dafür eine Freizeitgruppe. Diese Gruppe wird für Schüler der Berufsschulstufe angeboten, die selbstständig den Bahnhof Bruchsal, als Startpunkt aller Aktivitäten erreichen können. Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Gruppe ist die Bereitschaft der Schüler an allen Terminen während des Schuljahrs teilzunehmen. Die Vor- und Nachbereitung findet während der Unterrichtszeit statt. In diesen Treffen entscheiden die Schüler selbst welche Aktivitäten im Verlauf des Schuljahres unternommen werden sollen. So stehen in unregelmäßigen Abständen Theater-, Kino-, und Restaurantbesuche an, oder es wird gemeinsam gekocht, Minigolf gespielt oder in den Biergarten gegangen.
Innerhalb der Vorbereitungstreffen werden die einzelnen Freizeitaktivitäten von den Schülern geplant. Gemeinsam wird zum Beispiel das Kinoprogramm herausgesucht, ein Film ausgewählt, die Karten reserviert, ein Treffpunkt vereinbart und die Anreise organisiert. Dies müssen die Jugendlichen selbständig z.B. mit Hilfe des PCs leisten (Abfahrtszeiten, Wegplanung, Kosten etc.). Außerdem steht neben der eigentlichen Aktivität die Kontaktpflege der Jugendlichen über die Klassenverbände hinaus im Fokus. Danach wird innerhalb der Unterrichtszeit die Freizeitaktivität nachbereitet und reflektiert.